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Meeresfischzucht für Anfänger

by Bernhard Lösch last modified 23. 04. 2010 15:26

Von einem der auszog, sich mit Ruhm bekleckerte und jetzt als begossener Pudel dasteht.

Klaus Lorig ist ein ehrenwerter Mann. Er hat was Ordentliches gelernt, ist freundlich zu jedermann und macht bei jeder Feier mit. Was nur hat diesen Mann geritten, Oberbürgermeister in Völklingen zu werden? Das hätte er doch nicht nötig gehabt: statt fünf mal die Woche vormittags in der Schule Unterricht zu geben und nachmittags mal Klassenarbeiten korrigieren, quält er sich nun schon seit Jahren damit, das am Boden liegende Völklingen wirtschaftlich voran zu bringen.

Zunächst schien es, als sei das Glück des Tüchtigen mit ihm. Saarstahl spülte Gewerbesteuermillionen in die Stadtkasse wie seit Jahrzehnten nicht mehr, das Kulturleben nahm einen Aufschwung, der Niedergang der Stadt schien zumindest aufgehalten. Sicher, tiefer konnte Völklingen beim besten Willen nicht mehr sinken, irgendwann musste es wieder aufwärts gehen, egal wer auf dem Stuhl des Oberbürgermeisters sitzt. Aber im Rausch des Erfolges vergisst so mancher das Gefühl für die eigenen Möglichkeiten und Grenzen.

Wie andere Stadtwerke auch, verfügten die Stadtwerke Völklingen über nicht unbeträchtliche Mittel. Mittel, die andere Stadtwerke z.B. zum Ausbau des meist defizitären öffentlichen Nahverkehrs oder zur Instandhaltung der Strom-, Wasser- und Abwasser. und Fernwärmeversorgung einsetzen. Klaus Lorig und seinen Kollegen von der CDU war das zu wenig spektakulär. Mit dem Potential der Stadtwerke musste doch mehr anzufangen sein. Zunächst fing alles ja ganz vernünftig an: Die Stadtwerke beteiligten sich am Bau eines Krematoriums, unstrittig eine Massnahme im Rahmen der öffentlichen Daseinsfürsorge, also eine Aufgabe, derer sich Städte durchaus annehmen können und auch sollen. Der Erwerb und die Instandsetzung des Parkhotels Gengenbach, jetzt Albrecht, war dagegen schon kaum noch vermittelbar. Was bitte hatte die Stadt davon, dass Geschäftsleute jetzt wieder in Völklingen fein essen gehen konnten? Auch der Ankauf und die Renovierung der vier Jugendstilhäuser in der Rathausstraße, war zwar als Initialzündung für die dringend notwendige Sanierung der Innenstadt nicht ganz von der Hand zu weisen, aber doch eher am Randes dessen, was Aufgabe einer Stadtverwaltung ist. 

Damit war der Tatendrang des Oberbürgermeisters jedoch noch lange nicht gebremst. Bremsen konnte ihn jetzt nur noch das Kommunalselbstverwaltungsgesetz. Dieses untersagt den Gemeinden jede weitergehende wirtschaftliche Betätigung. Es sei denn. Es sei denn, es handelt sich dabei um Innovationen und es entsteht keine Konkurrenz zu Privatfirmen. Also musste etwas her, was es so noch nicht gab und was kein anderer (weil es sich wohl nicht rechnete) machen wollte. Von da zur Meeresfischzuchtanlage war der Schritt nicht mehr weit. Dieses Projekt vereint die genannten Anforderungen geradezu beispielhaft in sich: Unerprobt, daher schwer kalkulierbar und für Privatinvestoren wirtschaftlich uninteressant!

Über die Höhe des Engagement wurde wenig in der Öffentlichkeit geredet. Die Wirtschaftlichkeit öffentlich nie unter Beweis gestellt. Wie denn auch? Wäre es wirtschaftlich, könnte ein Privatmann ja dagegen vorm Verwaltungsgericht Klage einreichen!

Den Rest der Geschichte kennen Sie. Die Finanzierung war schwieriger als geplant, der Baubeginn musste mehrfach verschoben werden. Die Stadt geht mit 90% voll in's Risiko. Die SaarLB übernimmt die Finanzierung. Über die der SaarLB zugesagten Sicherheiten wird öffentlich nichts bekannt. Die Baukosten laufen der Planung davon. Sie liegen mittlerweile irgendwo bei 15 Mio. Die Suche nach weiteren Investoren beginnt. Sollte das Projekt je wirtschaftlich gewesen sein, jetzt dürfte sich die Wirtschaftlichkeit weitestgehend in Luft aufgelöst haben, vorausgesetzt die Anlage kann überhaupt fertig gestellt und erfolgreich in Betrieb genommen werden! Und was sagt Klaus Lorig dazu? Von ihm hört man im Moment nicht mehr viel. Obwohl in der Fischzuchtanlage noch nicht einmal Wasser ist, steht Klaus Lorig bereits jetzt als begossener Pudel da.

Meeresfischzucht für Anfänger

Posted by Anonymous User Anonymous User at 16. 11. 2010 20:09
Sehr richtig
Meeresfischzucht für Anfänger von einem Anfänger. Bei uns im Saarland nennt man solche Leute
Dummschwätzer und Haawebraddler. Mach Dich erst mal schlau bevor Du solche dummen Sachen
losläßt.

Meeresfischzucht

Posted by Anonymous User Anonymous User at 16. 11. 2010 20:11
Wieso steht Klaus Lorig als begossener Pudel da? Der wurde doch erst gerade
wieder zum OB gewählt. Wie schnitt denn die SPD bei der OB Wahl ab?


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