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Die Riester-Lüge

by Bernhard Lösch last modified 25. 01. 2012 13:08

Am 9.1.2012, zu nachtschlafener Zeit um 22:45 Uhr, brachte Das Erste die Reportage/Dokumentation "Das Riester Dilemma - Die Riester-Lüge". Fazit: DIe Riesterrente erfüllt die hohen Erwartungen nicht. Mit Beiträgen in gleicher Höhe zur gesetzlichen Rentenversicherung würden alle, bis auf die Versicherungswirtschaft, besser fahren.

Quelle: ARD Mediathek

"Im Januar 2001 wurde die Riester-Rente eingeführt - und als entscheidender Schritt zur Lösung der Rentenfrage gefeiert. Ihre Verfechter waren sich damals einig: Die gesetzliche Rente alleine könne es nicht mehr schaffen. In einer älter werdenden Gesellschaft müsse jeder privat vorsorgen. Mit großzügigen staatlichen Zuschüssen sollten die Bürger ermuntert werden, ein privates Zusatzpolster für ihr Alter anzusparen. Doch heute, rund zehn Jahre später, entpuppt sich die vermeintlich renditeträchtige Privatvorsorge à la Riester mehr und mehr als Rohrkrepierer: Die staatlichen Zuschüsse kommen vor allem den Versicherungsgesellschaften zugute und nicht den kleinen Sparern. Oft werfen Riesterversicherungen sogar weniger ab als viele ungeförderte Produkte - auch, weil der Staat zwar die Ansparphase großzügig fördert, aber bei der Auszahlung ebenso großzügig Steuern erhebt. Viele Rentner müssten über 90 werden, um auch nur das Geld wiederzusehen, das sie in die Riester-Versicherungen eingezahlt haben. Und schließlich droht gerade Geringverdienern der Totalverlust. Denn wer im Alter auf Sozialhilfe angewiesen ist, bekommt die angesparte Riester Rente nicht oben drauf. Sie wird viel mehr verrechnet von der Sozialhilfe abgezogen. Schließlich haben nur knapp die Hälfte aller Antragsberechtigten eine Riester Rente abgeschlossen. Aber alle sind von der parallelen Rentenkürzung betroffen..."

Da die Beiträge in der ARD Mediathek nur 14 Tage zur Verfügung stehen und dann gelösch werden, hier die Kopie der Sendung auf Youtube:

ändert den mist sofort

Posted by werner schmitt at 26. 01. 2012 12:07
lesen sie klare kante vom 02.12
und den kommentar dazu

man kann dieses thema nicht oft
genug bringen
es ist auch ein punkt der mich
die partei deren gast ich hier bin
erst wieder ernst nehme wenn sie
diese mist verändert hat ich betone h a t

werner schmitt

Damit sich das ändert...

Posted by Bernhard Lösch at 26. 01. 2012 12:28
müssen die Kräfte innerhalb der SPD, wie z.B. Ottmar Schreiner, gestärkt und unterstützt werden, die sich in der Vergangenheit und bis heute aktiv gegen die Neoliberalisierung der SPD eingesetzt haben. Heiko Maas soll wissen, dass viele innerhalb der saarländischen SPD nicht dafür kämpfen, dass der Chef einer großen Koalition Heiko Maas wird und damit lediglich Kramp Karrenbauer ablöst, ohne die Politik gegen eine weiterhin mitregierende, starke CDU wirklich ändern zu können.

Wenn Meinungsumfragen etwas belegen, dann dies: eine Mehrheit will eine andere Politik. Es gibt eine deutliche Mehrheit (laut Meinungsumfragen aktuell 52 %) die am 25.3.2012 SPD oder Die Linke wählen würden. Es gibt aber keine Mehrheit für eine Große Koalition, auch wenn deren Chef Heiko Maas heißen sollte. Wenn Heiko Maas nicht über seinen Schatten springen kann, weil er mit Lafontaine "nicht kann", dann muss es jemand anderer innerhalb der SPD tun. Der Verlust wäre zu verschmerzen.

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