Markt und Macht
Norbert Häring: Markt und Macht: Was Sie schon immer über Wirtschaft wissen wollten, aber nie erfahren sollten. Verlag Schäffer-Peschel, September 2010, 292 Seiten, ISBN-13: 978–3791029863
Der Autor sagt über sein Buch:
Für mich war der Antrieb, „Markt und Macht“ zu schreiben, dass ich unzufrieden war, mit dem, was die Wirtschaftswissenschaften liefern. Sie sind sehr wichtig als Ratgeber und wissenschaftliche Berater; da kann es einfach nicht sein, dass die Empfehlungen aus einem Wolkenkuckuckheim kommen und nichts mit der Realität zu tun haben.
Was halten die Wirtschaftswissenschaften für die Realität?
In dem, was wir als Ökonomie verkauft bekommen, da gibt es vollkommene Konkurrenz, da hat eigentlich kaum jemand Entscheidungsspielräume, sondern jeder ist sehr eingeengt in dem was er machen kann, deswegen gibt es auch keine Macht, weil wenn jemand Macht auszuüben beginnt, laufen ihm die Kunden oder Geschäftspartner weg. Bei dem was in der Zeitung steht, geht es aber immer um Machtausübung und um Verteilungskämpfe: das findet in der Ökonomie nicht statt.
Welche Rolle spielt das Prinzip Macht in der Wirtschaft?
Wenn man Macht nicht ins Bild nimmt, dann kann man nicht verstehen, was in der Wirtschaft läuft, dann kann man z.B. die Beziehungen zwischen Kunden und Finanzanlegern nicht verstehen. Die Macht spielt auch eine Rolle auf dem Arbeitsmarkt, weil dort Verteilungskämpfe sehr wichtig sind. Wenn man so tut, als ob das keine Rolle spiele, dann gibt man die falschen Empfehlungen.


