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Die glückliche Gesellschaft

by Bernhard Lösch last modified 14. 06. 2006 18:47

Richard Layard: Die glückliche Gesellschaft. Kurswechsel für Politik und Wirtschaft. 250 Seiten, Campus Verlag, März 2005, ISBN 3593376636

Die Idee ist nicht gerade neu: Ziel einer guten Politik sollte das größtmögliche Glück aller Menschen  sein. Wenn wir aber die Menschen befragen, ob sie sich heute glücklicher fühlen als früher, bekommen wir trotz erheblich gestiegenen realen Wohlstands zu hören, dass sich die Mehrheit unglücklicher fühlt als früher. Sollte also das heute im Mittelpunkt der Politik sthehnde Streben nach  wirtschaftlichem Wachstum, dem Ziel glücklicher zu werden entgegen stehen?

Richard Layard, britischer Wirtschaftswissenschaftler, schreibt in seinem Vorwort:

"Ich bin Wirtschaftswissenschaftler - ich mag dieses Fachgebiet sehr und habe ihm viel zu verdanken. Leider haben viele Wirtschaftswissenschaftler die Angewohnheit, das Glück unserer Gesellschaft mit ihrer Kaufkraft gleichzusetzen. Diese Ansicht habe ich nie teilen können, und die Geschichte der vergangenen 50 Jahre hat sie gründlich widerlegt. In den letzten Jahren hat sich jedoch eine neue Richtung in der Psychologie entwickelt, mit der wir das Glück ganz neu verstehehn und seine Ursachen wissenschaftlich ergründen können. Mithilfe dieser Psychologie sowie mit neuesten Erkenntnissen der Wirtschaftswissenschaften, der Hirnforschung, der Gesellschaftswissenschaften und der Philosophie können wir heute eine  neue Vision eines glücklichen Lebens und einer sinnvollen Politik entwerfen. Die Zeit ist gekommen, einen Versuch zu unternehmen und sich mutig an dieses wichtige Projekt zu wagen.

Ich hoffe mit diesem Buch einen Wandel einzuläuten, hin zu einer Sichtweise, die Menschen mit ihren Gefühlen in den Mittelpunkt stellt. Die Zeit für diesen Wandel ist überreif."

Eine anregende Lektüre. Nicht wirklich neu, aber in dieser Zusammenstellung ermutigend für alle, die noch daran glauben, dass eine andere, bessere Gesellschaft nicht nur wünschenswert, sondern möglich ist.

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